Wer, die…?

Ver.di hat die Betriebsratswahl bei einer Servicegesellschaft erfolgreich angefochten. Eine konkurrierende Liste war aufgrund ihrer Namensgebung zum Verwechseln ähnlich, sodass der Wahlvorstand sie nicht hätte zulassen dürfen.

Wer ein erfolgreiches Produkt am Markt platziert hat, sieht sich oft mit Nachahmungen konfrontiert. Er kann sich dann mit den Mitteln des Wettbewerbsrechts gegen Plagiate wehren. So hat der Bundesgerichtshof erst vor kurzem entschieden, dass es nur eine quadratische Schokolade in deutschen Supermarktregalen geben darf. Ein solcher Markenschutz besteht auch im politischen Wettbewerb im Betrieb.

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Konsumpsychologie

»Die Kauflust überfährt unser Großhirn«: Wie wir uns im Supermarkt selbst austricksen

Warum kaufen wir im Supermarkt ständig zu viel? Konsumpsychologe Hans-Georg Häusel erklärt, wie uns unser Gehirn beim Einkaufen ständig Streiche spielt und was wir dagegen tun können.

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Werte verbinden.

Unterschiedliche Herkunft – Gemeinsame Werte.

 insan…Mensch – meine Werte: So heisst die Ausstellung des Kulturladen Huchting (Bremen) mit Werten, Menschen, begehbaren Büchern und »wertigen Taschen«. Patrick Bohne ist  in Havelberg geboren und junger Vater in Bremen. Familie ist ihm besonders wichtig.

Familie, Liebe, Offenheit, Sicherheit, Freiheit, Erfolg, Gerechtigkeit, Anerkennung, Respekt, Vertrauen, Solidarität, Zusammenhalt …

Was ist uns wirklich wichtig? Welche Werte haben Menschen aus anderen Herkunftsländern? Sind diese Werte vereinbar mit »unseren« Werten? Und: Lassen sich Werte verordnen im Sinne einer »Leitkultur«?

Mit dem Projekt »insan…Mensch – meine Werte« sucht der Kulturladen Huchting nach Antworten – Und ist im eigenen Stadtteil fündig geworden. 

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Über den Sinn der eigenen Arbeit

Wie sich Berufstätige für Tätigkeiten motivieren können und Erfüllung im Job finden – und warum Betriebsräte eine Wertedebatte anstoßen sollten

Tatjana Schnell leitet als Professorin an der Universität Innsbruck die Arbeitsgruppe Empirische Sinnforschung. Sie findet es wichtig, zwischen einem als sinnvoll erlebten Job und dem Beruf als Sinnquelle für das Leben zu unterscheiden. »Ein sinnvoller Job ist nicht unbedingt einer, der meinem Leben Sinn gibt«, erklärt sie.

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Auf Augenhöhe…

Fachkräftemangel – worauf Firmen (und Betriebsräte) bei der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen achten müssen/sollten

Wenn Yvonne Höft wissen möchte, wie sehr sich ihr Beruf gewandelt hat, muss sie nur auf alte Stellenanzeigen schauen: das ist der Job und das müssen Bewerber*innen mitbringen – so hatte es früher ausgesehen, wenn Unternehmen neue Mitarbeiter*innen suchten.

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»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

Maskenpflicht – der Sommeraufreger. Bremen hat es mit guten Worten versucht, nun sollen Bußgelder verhängt werden, wenn die Maskenpflicht verletzt wird.

»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

sagt der Hirnforscher Gerhard Roth im Interview mit dem Weser-Kurier (21. August 2020).

Wie reagiert unser Gehirn auf Appelle, die Verhaltensänderungen bewirken sollen? Wie beeinflussen Sprache und Bilder unsere Emotionen und damit unser Handeln? Das interessiert alle, die Menschen motivieren wollen. Nicht nur beim Schutz vor Covid-19. 

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»Achtsamkeitsübung« bis »Zwinkersmiley«: Der neue Duden ist da!

Die neue Auflage des Nachschlagewerks, dem Konrad Alexander Friedrich Duden 1880 seinen Nachnamen gab, ist da: Es ist der dickste, umfangreichste Duden, den es je gab. Aber es kamen nicht nur viele Wörter hinzu, es wurde auch ordentlich gestrichen.

Oldschool ist der Duden schon seit 2017. Damals nahm die Mannheimer Redaktion des umfassenden Standardwerks zur deutschen Rechtschreibung dieses englische Wort für »klassisch, nostalgisch, veraltet« auf. Hinzugekommen in der heute nun erschienenen 28. Auflage des Duden ist der Begriff »vintage«: »vintage«heißt nichts anderes als »älter, aber wieder in Mode«.

Der Duden, das Vintage-Möbel des deutschen Bildungsbürgerhaushalts

Der Duden darf als ein Vintage-Möbel des deutschen Bildungsbürgerhaushalts gelten, er gehört auch heute noch zum Inventar – selbst wenn er einer fernen Zeit entstammt, in welcher »Kabelnachricht« noch ein gängiger Begriff war, man auf Reisen noch einen »Zehrpfennig« mit sich führte und »Tressenröcke« trug. Letztere drei Begriffe – »Tressenrock«, »Zehrpfennig« und »Kabelnachricht« – standen noch in der 27. Auflage 2017, nun aber sind sie als das erkannt worden, was sie schon seit langem sind: demodée, obsolet, überholt. Also hat man sie aus der 2020er Auflage gestrichen.

Zu den insgesamt 300 gestrichenen Wörtern zählen auch solche Kuriosa wie »Schlafgänger«, »Kammerjungfer« oder »beweiben«, deren Verlust niemand beweinen wird. So zeitverzögert der Duden in diesen Fällen reagiert hat, so schnell nimmt er heuer noch ganz junge Wortprägungen der Corona-Zeit auf: Reproduktionszahl, Herdenimmunität und Shutdown. Über manches mag man streiten: Spricht man tatsächlich von der »Ansteckungskette«, die nun neu in den Duden aufgenommen worden ist? Ist in Zeiten von »Covid-19« nicht die »Infektionskette« gebräuchlicher, die ebenfalls neu im Duden steht ? Und ist die richtige Schreibweise des Kompositums »Ansteckungskette« wirklich fraglich, so dass man sie im Duden nachschlagen muss?

Home-Office & Co. – viele neue Anglizismen im Duden

Fragen zur korrekten Schreibweise dürften sich am ehesten bei Begriffen ergeben, die aus dem angloamerikanischen Sprachraum in den deutschen eingewandert sind: bei »Influencer«, »Hatespeech«, »Tiny House«, »Brexiteer«, »Craftbeer«, »Lifehack« oder der »Powerbank«, einem anderen Wort für »mobile Ladestation« (auch die »Ladesäule« kommt zu ihrem Recht). Dazu kommen in der Alltagssprache immer stärker verbreitete Verben wie »liken«, »doodeln« oder »leaken« und natürlich das »Home-Office«.

An diesem Duden-Neuzugang lässt sich die Permissivität des Wörterbuchs aufzeigen: In strenger Lesart bedeutet »Home-Office« in seinem Ursprungsland Großbritannien nicht »Arbeiten von zu Hause«, sondern »Innenministerium«. Durch die eindeutige Verwendung hierzulande in der Bedeutung von »Büroarbeit daheim verrichten« hat sich der Begriff aber hierzulande eingebürgert und steht also nur in dieser Bedeutung auch im neuen Duden – neben Wörtern wie »Klimanotstand« oder »Fridays for future«, dem Oberbegriff der internationalen Klimaschutzbewegung.

Geschlechtersensibel

Dass unter den Neuzugängen sich das Adjektiv »genderfluid« (»eine sich zwischen den Geschlechtern bewegende Geschlechtsidentität bezeichnend«) befindet, mag anzeigen, dass der Duden auch hier mit der Zeit geht. Zum ersten Mal finden Nutzer im Duden Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Ein Thema, für das es bisher keine Norm gibt und über das der »Rat für deutsche Rechtschreibung« streitet.

Die Duden-Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum ist auf die Reaktionen zu den neuen drei Seiten gespannt – wohl wissend, dass sie für Diskussionen sorgen können. »Wir legen Wert darauf zu sagen, dass das keine Regel ist, die wir verordnen«, betonte sie gegenüber der dpa. Das dürfe die Redaktion nicht und wolle sie auch nicht, aber sie erhalte eben sehr viele Anfragen zu dem Thema. Die Redaktion habe sich bemüht, die Probleme und die derzeit vorhandenen Lösungsvarianten zu beschreiben. Im Duden steht nun zum Beispiel über den umstrittenen Genderstern: Es sei zu beobachten, dass sich diese Variante in der Schreibpraxis »immer mehr durchsetzt«. Zu finden sei sie besonders in Kontexten, in denen Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder männlich verstanden werde und die Möglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden solle. Als Beispiel wird »Schüler*innen« genannt.

Zwinkersmiley steht nun im Duden

148.000 Stichwörter umfasst der neue Duden. 3.000 davon sind Neuaufnahmen. Die gute alte »Wählscheibe« hat überlebt, der »Fernsprechanschluss« musste weichen – das sind die Paradoxien, die das Blättern im Duden aber auch immer wieder überraschend machen. Hinzugekommen sind das »Geisterspiel«, das »Katzenvideo« und für die Hipsterfraktion: »Bartöl« sowie »Männerdutt«. Der schönste Neuzugang aber dürfte auf das Konto eines Satirikers und Abgeordneten des Europäischen Parlaments gehen: Martin Sonnenborn (»Die Partei«) hat diesem Wort auf seinem Twitter-Account eine ungeheure Prominenz beschert: »Zwinkersmiley«. Ein Wort für ein Emoji – jetzt im Duden, der sich damit als mehr als liebenswertes Relikt erweist.

Quelle: BR24, 12. August 2020, 10:07 Uhr

SINUS-Jugendstudie 2020 – Wie ticken Jugendliche?

Die Jugend fühlt sich zu wenig gehört und nicht ernst genommen

Die SINUS-Jugendstudie 2020 »Wie ticken Jugendliche?« untersucht alle vier Jahre die Lebenswelten 14- bis 17-jähriger Teenager in Deutschland. Die Fragestellungen der neuen Studie waren: Welche Themen sind der Jugendgeneration wichtig? Wie blicken die jungen Menschen in die Zukunft? Und nicht zuletzt: Wie kommen die Jugendlichen in der Ausnahmesituation der Corona-Krise zurecht?

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Rechte Facebook-Gruppen

»Der Hass ist intelligenter geworden«

»Goldstücke«, »linksgrün versifft«, »Fachkräfte«: Die Sprache des rechten Hasses schafft immer neue Schmähwörter. Das macht es für Netzwerke wie Facebook schwer, dagegen vorzugehen. Trotzdem: Facebook tut zu wenig.

Von C. Basl und K. Riedel, WDR, S. Pittelkow und N. Altland, NDR

Jahrelang hat Michael gegen dieses Hetzen und Diffamieren in Facebook-Gruppen angekämpft. »Dreckiges Zeckenpack!«, »Volksvertreter als Volksverräter« – Kommentare wie diese sind an der Tagesordnung. Michaels Gegenrede kam kaum dagegen an.

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Gemeinsam Stärken und Schwächen herausfinden

Wie verbessern wir unser Image? Wie können wir unsere Betriebsversammlung besser machen? Was können wir dafür tun, damit sich mehr an unseren Aktionen beteiligen? Wer soziale Kampagnen plant, muss herausfinden, auf was sie sich einläßt. Wenn Betriebsräte und Vertrauensleute sich auf den Weg machen, entscheidet eine gute Vorbereitung und Analyse über Erfolg und Misserfolg. Die gute »alte« SWOT-Analyse hilft dabei. 
Was sind unsere Stärken, Schwächen,  Chancen und  Risiken? Das fragt die SWOT-Analyse. Und gemeinsam geht’s bekanntlich besser. Die Methode »World-Café« hat sich für die Beteiligung in Großgruppen als gut erwiesen. Hier geht’s zu Ideen und Beispielen für die SWOT-Analyse im »World-Café«.

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