Autor: Martin Rzeppa (Seite 1 von 3)

Werte verbinden.

Unterschiedliche Herkunft – Gemeinsame Werte.

 insan…Mensch – meine Werte: So heisst die Ausstellung des Kulturladen Huchting (Bremen) mit Werten, Menschen, begehbaren Büchern und »wertigen Taschen«. Patrick Bohne ist  in Havelberg geboren und junger Vater in Bremen. Familie ist ihm besonders wichtig.

Familie, Liebe, Offenheit, Sicherheit, Freiheit, Erfolg, Gerechtigkeit, Anerkennung, Respekt, Vertrauen, Solidarität, Zusammenhalt …

Was ist uns wirklich wichtig? Welche Werte haben Menschen aus anderen Herkunftsländern? Sind diese Werte vereinbar mit »unseren« Werten? Und: Lassen sich Werte verordnen im Sinne einer »Leitkultur«?

Mit dem Projekt »insan…Mensch – meine Werte« sucht der Kulturladen Huchting nach Antworten – Und ist im eigenen Stadtteil fündig geworden. 

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»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

Maskenpflicht – der Sommeraufreger. Bremen hat es mit guten Worten versucht, nun sollen Bußgelder verhängt werden, wenn die Maskenpflicht verletzt wird.

»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

sagt der Hirnforscher Gerhard Roth im Interview mit dem Weser-Kurier (21. August 2020).

Wie reagiert unser Gehirn auf Appelle, die Verhaltensänderungen bewirken sollen? Wie beeinflussen Sprache und Bilder unsere Emotionen und damit unser Handeln? Das interessiert alle, die Menschen motivieren wollen. Nicht nur beim Schutz vor Covid-19. 

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Rechte Facebook-Gruppen

»Der Hass ist intelligenter geworden«

»Goldstücke«, »linksgrün versifft«, »Fachkräfte«: Die Sprache des rechten Hasses schafft immer neue Schmähwörter. Das macht es für Netzwerke wie Facebook schwer, dagegen vorzugehen. Trotzdem: Facebook tut zu wenig.

Von C. Basl und K. Riedel, WDR, S. Pittelkow und N. Altland, NDR

Jahrelang hat Michael gegen dieses Hetzen und Diffamieren in Facebook-Gruppen angekämpft. »Dreckiges Zeckenpack!«, »Volksvertreter als Volksverräter« – Kommentare wie diese sind an der Tagesordnung. Michaels Gegenrede kam kaum dagegen an.

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Gemeinsam Stärken und Schwächen herausfinden

Wie verbessern wir unser Image? Wie können wir unsere Betriebsversammlung besser machen? Was können wir dafür tun, damit sich mehr an unseren Aktionen beteiligen? Wer soziale Kampagnen plant, muss herausfinden, auf was sie sich einläßt. Wenn Betriebsräte und Vertrauensleute sich auf den Weg machen, entscheidet eine gute Vorbereitung und Analyse über Erfolg und Misserfolg. Die gute »alte« SWOT-Analyse hilft dabei. 
Was sind unsere Stärken, Schwächen,  Chancen und  Risiken? Das fragt die SWOT-Analyse. Und gemeinsam geht’s bekanntlich besser. Die Methode »World-Café« hat sich für die Beteiligung in Großgruppen als gut erwiesen. Hier geht’s zu Ideen und Beispielen für die SWOT-Analyse im »World-Café«.

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Corona: Abstand nehmen von Betriebsversammlungen?

Veranstaltungen wegen Gesundheitsschutz und aus Hygienegründen verboten. Betriebsversammlungen werden abgesagt oder verschoben. Die Interessenvertretung durch Betriebsräte findet eingeschränkt statt. Am meisten leidet die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei gibt es gerade jetzt viel zu tun und viel zu informieren. Home Office, Kurzarbeit, Arbeitsschutz, Hygienemaßnahmen…
Beschäftigte haben Sorgen um ihren Job. Was muss ich zum Kurzarbeitergeld wissen? Wie können mich meine Betriebsräte vor Willkür schützen? 
In der internen Unternehmenskommunikation sind digitale Methoden längst gang und gebe. Teams arbeiten bereits virtuell zusammen, Chefs laden in virtuelle Townhalls ein. Eine virtuelle Betriebsversammlung durchführen, ist das erlaubt?Für unsere Betriebsratsseminare Öffentlichkeitsarbeit habe ich Stimmen eingefangen und  Ideen zur virtuellen Betriebsversammlung gesammelt.

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Alles ist gekürzt um Längen besser.

Über 20 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum können nicht gut lesen. Dazu gehören Menschen, die aus anderen Sprachen nach Deutschland gekommen sind, Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit Rechtschreib- und Leseschwäche.
Um dieser großen Gruppe einen Zugang zu Literatur zu ermöglichen, hat Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt, ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht. Er bat 13 deutsche Autorinnen und Autoren, Geschichten in »Einfacher Sprache« zu schreiben. Das Buch heißt »LiES! Das Buch.«
Besser verstehen und  besser verstanden werden, darum geht es bei der »Einfachen Sprache«. Für Vereine und Verbände, Betriebsräte und Gewerkschaften ist da auch noch viel Luft nach oben. Was können wir von Dichtern lernen, wenn sie in »Einfacher Sprache« schreiben? 
»Der Anspruch eines Textes besteht nicht nur in dem, was er vor sich herträgt, sondern auch darin, was er bewirkt.« So der Herausgeber über die Poesie der Verknappung im Interview mit Anne Haeming  (Spiegel Kultur 18. März 2020).

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Über die Zukunft des Lesens

Digital oder Print oder was? Die AWA Studie 2019 bringt Licht ins Dunkel.

Das liest doch keiner…
Gerade noch rechtzeitig. Am Samstag – bevor alle Buchhandlungen und Bibliotheken  schließen mussten – habe ich mich noch eingedeckt: Ein Buch über das Meer, dazu einen spannenden Abenteuer-Roman von einer Weltumsegelung. Einen eiskalten Thriller über die Arktis. Einen Spiegel-Bestseller über Amerika. Für die Fortbildung: Sprache und Sein. Und die Känguru-Chroniken. Am ersten Tag der »Kontaktbeschränkung« waren schon zwei verschlungen – jetzt heißt es haushalten. Das Home-Office strengt an. Nur Print lesen in Zeiten von Corona? 

Wie sieht die Zukunft des Lesens aus? Damit beschäftigt sich die AWA 2019, die Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse des Instituts für Demoskopie Allensbach. Dr. Johannes Schneller geht der Frage nach, wie sich das Leseverhalten und die Mediennutzung in Zukunft verändern werden. 

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Ständige Überstunden sind ineffizient und un-hyggelig

Wer regelmäßig mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, ist in seinen Überstunden nicht mehr effizient, produktiv und leistungsfähig, das ist inzwischen erwiesen. In Dänemark wird dies beherzigt, schreibt das Magazin managerSeminare in seiner Ausgabe November 2019. Hier wird in der Regel nicht länger als von 8.00 bis 16.00 Uhr gearbeitet, mit einer halben Stunde Pause. Kolleginnen und Kollegen, die regelmäßig länger als 16.00 Uhr arbeiten, werden in Dänemark nicht als besondere Leistungsträger bewundert, sondern gelten als unorganisiert. Was wir in punkto »Job Health« von Dänemark lernen können.

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„Gefühle kann man vortäuschen – Emotionen nicht“

Übermannt von Emotionen. MRT-Aufnahme.

»Gefühle sind lediglich das, was wir wahrnehmen, also das Offensichtliche: Trauer, Freude, Wut, Eifersucht. Emotionen  dagegen sind größtenteils unbewusst und fungieren als Triebfeder oder Motor für all unsere Handlungen und Empfindungen. Gefühle kann man übrigens vorspielen, Emotionen entstehen schon vor der Bewusstmachung und können nicht simuliert werden.« Emotionsforscherin Carmen Schenkel misst Emotionen und ihre körperlichen Phänomene bei der Wirkung von Werbung und Markenkommunikation. Emotionen sind valide messbar, weil sie zwingend mit körperlichen Phänomenen einhergehen. Das interessiert auch Betriebsräte, Gewerkschafter und Verbände.

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Wenn ein Team auseinander fällt…

»Unsere Gruppe ist wie eine große Schafherde. Da gibt es Schafe, die haben noch nie geblökt. Andere, die nur nachplappern. Und welche, die mitdiskutieren. Es gibt aber auch schwarze Schafe. Das ist unser Bereich, wir sind die ‘Schlechten’.  Schafe, die sich kritisch äussern, werden immer weniger. Der Schäfer ist der König. Nur bestimmte Schafe bekommen Wertschätzung ( Lob, Liebe, Anerkennung). Andere nicht. Wie soll man sich da wohlfühlen?
Wir sind alle Schafe geworden, zu zahm. Scharfe Hunde treiben die Schafe in eine Richtung – so ist unsere Diskussionskultur.«
Mit Assoziationen und Metaphern das eigene Team, die eigene Großgruppe, zu beschreiben, geht tief und deckt unbearbeitete Konflikte auf. In unseren Teamentwicklungen nutzen wir die kreative Teamanalyse, um…

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