Autor: Martin Rzeppa (Seite 1 von 4)

Homeoffice – Wie viel Vereinzelung wollen wir in der Arbeitsorganisation zulassen?

Generell wünscht sich eine große Mehrheit (85 Prozent) der Beschäftigten, auch zukünftig regelmäßig von zu Hause aus arbeiten zu können. Das hat die Beschäftigtenbefragung 2020 der IG Metall ergeben: »Homeoffice als neue Massenerfahrung«. Reklamiert wird allerdings auch, dass zahlreiche Aspekte grundsätzlich gar nicht oder nicht hinreichend geregelt sind. Der Arbeitsrechtler Georg Annuß fragt nach politischen Prozessen und Gemeinschaft in Unternehmen und Gesellschaft: Wie viel Vereinzelung wollen wir in der Arbeitsorganisation zulassen? »Der Zugang zu Beschäftigten im Homeoffice stellt für Gewerkschaften … eine nicht unwesentliche organisationspolitische Herausforderung dar,« weiss die IG Metall. Und Betriebsräte spüren bereits nach eineinhalb Jahren Corona-Abstand, wie die Bindung zu ihren Kolleg:innen nachlässt. 

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Strategisches Framing

Einen Deutungsrahmen herstellen, Dinge in einen Rahmen stellen, Inhalte darstellen. Der Unterschied zwischen FakeNews und Framing wird deutlich. In diesem Buch gibt es neben der Einführung gute Beispiele, wie geframed wird. Drei Beispiele zeigt der Blog auf. Einen großen Anschnitt widmet der Autor dem strategischen Framing und seinen Techniken. Ebenso kommt das Frame-Building und das Frame-Setting zu Wort. Spannend gemacht und ein Gewinn für die Öffentlichkeitsarbeit. 

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Eingefordert, hinterfragt, abgeschafft?

Solidarität und Corona – eine Presseschau

»In dieser Krise unbekannten Ausmaßes können wir uns glücklich schätzen, so große Solidaritätsressourcen in unserer Gesellschaft zu besitzen. Wir müssen aber ehrlich sein: Auch mit diesen Ressourcen gilt es sorgsam umzugehen und Spannungen zwischen unterschiedlichen Ansprüchen bedürftiger Gruppen fair auszuhandeln.«
Deutscher Ethikrat Pressemitteilung 04/2020

Solidarität ist ansteckend. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie unterstützen viele Menschen einander. »Hilfsbereites und kooperatives Verhalten ist so ansteckend wie das Virus.« Die Corona-Krise könne zum Wendepunkt werden, »hin zu einer Welt, in der Kooperation und Solidarität wichtiger werden als Profitstreben.«
DIE ZEIT Nr. 37/2020 2. September 2020

Solidarität verändert keine Strukturen – widerspricht der Soziologe Wilhelm Heitmeyer

Er beobachtet in der Corona-Krise viel Gesellschaftsromantik. »Die Hoffnung, dass Solidarität zu weitreichenden Neuentwicklungen in der gesamten Gesellschaft führe, sei naiv und problematisch«, sagte er im Deutschlandfunk. »In einem kapitalistischen Staat sei das kaum möglich.«
DlF 6. April 2020

»Heute findet man – Corona sei Dank – Solidaritätsbanner an jeder Supermarktkasse, Solidaritätsadressen auf unzähligen Facebook Accounts, Solidaritätsaufrufe in täglichen Regierungs- wie Nicht-Regierungs-Erklärungen. Plötzlich wird deutlich: Solidarität kann so einfach sein! Es reicht eigentlich schon, daheim zu bleiben, sich mit sich selbst zu beschäftigen und zwischendurch einen Gutschein für die Kultureinrichtung seiner Wahl zu erwerben, einzulösen nach dem offiziell ausgerufenen Krisenende.« 
FR 12. April 2020 Kommentar Applaus und Kulturgutscheine – reicht das wirklich?

Inzwischen ist aus »Zusammenhalten« ein »Durchhalten« geworden. Alle warten auf das Impfen. Und wie steht’s um die Solidarität?

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Werte verbinden.

 insan…Mensch – meine Werte: So heisst die Ausstellung des Kulturladen Huchting (Bremen) mit Werten, Menschen, begehbaren Büchern und »wertigen Taschen«. Jasmina Heritani (37) ist in Albstadt geboren und lebt heute in Bremen. Ihre Familie stammt aus Syrien. Familie gibt ihr Halt – und den gibt sie auch an ihre Kinder weiter.

Unterschiedliche Herkunft – Gemeinsame Werte.

Familie, Liebe, Offenheit, Sicherheit, Freiheit, Erfolg, Gerechtigkeit, Anerkennung, Respekt, Vertrauen, Solidarität, Zusammenhalt …

Was ist uns wirklich wichtig? Welche Werte haben Menschen aus anderen Herkunftsländern? Sind diese Werte vereinbar mit »unseren« Werten? Und: Lassen sich Werte verordnen im Sinne einer »Leitkultur«?

Mit dem Projekt »insan…Mensch – meine Werte« sucht der Kulturladen Huchting nach Antworten – Und ist im eigenen Stadtteil fündig geworden. 

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»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

Maskenpflicht – der Sommeraufreger. Bremen hat es mit guten Worten versucht, nun sollen Bußgelder verhängt werden, wenn die Maskenpflicht verletzt wird.

»Reine Appelle sind in der Regel wirkungslos«

sagt der Hirnforscher Gerhard Roth im Interview mit dem Weser-Kurier (21. August 2020).

Wie reagiert unser Gehirn auf Appelle, die Verhaltensänderungen bewirken sollen? Wie beeinflussen Sprache und Bilder unsere Emotionen und damit unser Handeln? Das interessiert alle, die Menschen motivieren wollen. Nicht nur beim Schutz vor Covid-19. 

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Rechte Facebook-Gruppen

»Der Hass ist intelligenter geworden«

»Goldstücke«, »linksgrün versifft«, »Fachkräfte«: Die Sprache des rechten Hasses schafft immer neue Schmähwörter. Das macht es für Netzwerke wie Facebook schwer, dagegen vorzugehen. Trotzdem: Facebook tut zu wenig.

Von C. Basl und K. Riedel, WDR, S. Pittelkow und N. Altland, NDR

Jahrelang hat Michael gegen dieses Hetzen und Diffamieren in Facebook-Gruppen angekämpft. »Dreckiges Zeckenpack!«, »Volksvertreter als Volksverräter« – Kommentare wie diese sind an der Tagesordnung. Michaels Gegenrede kam kaum dagegen an.

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Gemeinsam Stärken und Schwächen herausfinden

Wie verbessern wir unser Image? Wie können wir unsere Betriebsversammlung besser machen? Was können wir dafür tun, damit sich mehr an unseren Aktionen beteiligen? Wer soziale Kampagnen plant, muss herausfinden, auf was sie sich einläßt. Wenn Betriebsräte und Vertrauensleute sich auf den Weg machen, entscheidet eine gute Vorbereitung und Analyse über Erfolg und Misserfolg. Die gute »alte« SWOT-Analyse hilft dabei. 
Was sind unsere Stärken, Schwächen,  Chancen und  Risiken? Das fragt die SWOT-Analyse. Und gemeinsam geht’s bekanntlich besser. Die Methode »World-Café« hat sich für die Beteiligung in Großgruppen als gut erwiesen. Hier geht’s zu Ideen und Beispielen für die SWOT-Analyse im »World-Café«.

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Corona: Abstand nehmen von Betriebsversammlungen?

Veranstaltungen wegen Gesundheitsschutz und aus Hygienegründen verboten. Betriebsversammlungen werden abgesagt oder verschoben. Die Interessenvertretung durch Betriebsräte findet eingeschränkt statt. Am meisten leidet die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei gibt es gerade jetzt viel zu tun und viel zu informieren. Home Office, Kurzarbeit, Arbeitsschutz, Hygienemaßnahmen…
Beschäftigte haben Sorgen um ihren Job. Was muss ich zum Kurzarbeitergeld wissen? Wie können mich meine Betriebsräte vor Willkür schützen? 
In der internen Unternehmenskommunikation sind digitale Methoden längst gang und gebe. Teams arbeiten bereits virtuell zusammen, Chefs laden in virtuelle Townhalls ein. Eine virtuelle Betriebsversammlung durchführen, ist das erlaubt?Für unsere Betriebsratsseminare Öffentlichkeitsarbeit habe ich Stimmen eingefangen und  Ideen zur virtuellen Betriebsversammlung gesammelt.

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Alles ist gekürzt um Längen besser.

Über 20 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum können nicht gut lesen. Dazu gehören Menschen, die aus anderen Sprachen nach Deutschland gekommen sind, Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit Rechtschreib- und Leseschwäche.
Um dieser großen Gruppe einen Zugang zu Literatur zu ermöglichen, hat Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt, ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht. Er bat 13 deutsche Autorinnen und Autoren, Geschichten in »Einfacher Sprache« zu schreiben. Das Buch heißt »LiES! Das Buch.«
Besser verstehen und  besser verstanden werden, darum geht es bei der »Einfachen Sprache«. Für Vereine und Verbände, Betriebsräte und Gewerkschaften ist da auch noch viel Luft nach oben. Was können wir von Dichtern lernen, wenn sie in »Einfacher Sprache« schreiben? 
»Der Anspruch eines Textes besteht nicht nur in dem, was er vor sich herträgt, sondern auch darin, was er bewirkt.« So der Herausgeber über die Poesie der Verknappung im Interview mit Anne Haeming  (Spiegel Kultur 18. März 2020).

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Über die Zukunft des Lesens

Digital oder Print oder was? Die AWA Studie 2019 bringt Licht ins Dunkel.

Das liest doch keiner…
Gerade noch rechtzeitig. Am Samstag – bevor alle Buchhandlungen und Bibliotheken  schließen mussten – habe ich mich noch eingedeckt: Ein Buch über das Meer, dazu einen spannenden Abenteuer-Roman von einer Weltumsegelung. Einen eiskalten Thriller über die Arktis. Einen Spiegel-Bestseller über Amerika. Für die Fortbildung: Sprache und Sein. Und die Känguru-Chroniken. Am ersten Tag der »Kontaktbeschränkung« waren schon zwei verschlungen – jetzt heißt es haushalten. Das Home-Office strengt an. Nur Print lesen in Zeiten von Corona? 

Wie sieht die Zukunft des Lesens aus? Damit beschäftigt sich die AWA 2019, die Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse des Instituts für Demoskopie Allensbach. Dr. Johannes Schneller geht der Frage nach, wie sich das Leseverhalten und die Mediennutzung in Zukunft verändern werden. 

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