Kategorie: Wissenswertes (Seite 1 von 6)

Gemüseladen

Was hat der Gemüseladen mit Werbung zu tun? 

Seit Jahrzehnten richten die Händler die Läden nach einem Muster ein. Das Frische, das Neue wird schön nach vorne am Eingang oder auf die Straße drapiert. So werden Kunden angelockt. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Wir haben Nutzen definiert und bieten für jede Zielgruppe unterschiedliche Nutzen an. Das zeigen wir in unserem Clip, wie wir erfolgreich auf dem Meinungsmarkt agieren. Dazu hab ich mir den Clip wieder angesehen und direkt Appetit bekommen. Leckerer Salat und ein Glas Rose. Das war mein konkreter Nutzen. Hat auch gut geschmeckt. Was beinhaltet die Methode »Gemüseladen«? 

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Werte

Was haben Werte mit Werbung zu tun?

Wo finden wir einem passenden Hintergrund für unser Video über Werte in der Kommunikation und Werbung? Ein Platz, der zeigt, was uns persönlich wirklich wichtig ist. Der Drehort war schnell ausgemacht.

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Image

Wie bekomme ich ein gutes Image?

Fast hätte es einen Unfall gegeben in der St.-Pauli-Strasse! Rennfahrer Michael ist wieder unterwegs. Martin hat schon alles vorbereitet für eine Umfrage – eine Image-Umfrage. Michael ist begeistert und wird bis zum zweiten Dreh fleißig Fragebögen ausfüllen lassen. 

Soweit der Plot für unseren Videocast. Und: Alle Achtung Michael! Auf dem Rad im kompletten Outfit des Festina-Rennstalls von der Tour-de-France 1998. Du fragst: Was hat das mit Image zu tun?

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Fanfocus

Brauchen Betriebsräte und Gewerkschaften Fans?

Als wir den Clip gedreht haben, sah es ziemlich duster aus. Werder hatte sich gerade noch so in die Relegation gerettet. Aber jetzt: Acht Punkte, Werder auf Platz 7 nach dem 5. Spieltag. Fanschal und Werderzwerg haben gewirkt. So sind echte Fans.  Green White Wonderwall. Wie wertvoll Fans sind, zeigt sich erst richtig in der Krise. 

Das spüren gerade jetzt auch unsere Betriebsräte und Gewerkschaften. Corona macht unsichtbar. Können wir unsere Fans noch erreichen?

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Wer, die…?

Ver.di hat die Betriebsratswahl bei einer Servicegesellschaft erfolgreich angefochten. Eine konkurrierende Liste war aufgrund ihrer Namensgebung zum Verwechseln ähnlich, sodass der Wahlvorstand sie nicht hätte zulassen dürfen.

Wer ein erfolgreiches Produkt am Markt platziert hat, sieht sich oft mit Nachahmungen konfrontiert. Er kann sich dann mit den Mitteln des Wettbewerbsrechts gegen Plagiate wehren. So hat der Bundesgerichtshof erst vor kurzem entschieden, dass es nur eine quadratische Schokolade in deutschen Supermarktregalen geben darf. Ein solcher Markenschutz besteht auch im politischen Wettbewerb im Betrieb.

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Konsumpsychologie

»Die Kauflust überfährt unser Großhirn«: Wie wir uns im Supermarkt selbst austricksen

Warum kaufen wir im Supermarkt ständig zu viel? Konsumpsychologe Hans-Georg Häusel erklärt, wie uns unser Gehirn beim Einkaufen ständig Streiche spielt und was wir dagegen tun können.

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»Achtsamkeitsübung« bis »Zwinkersmiley«: Der neue Duden ist da!

Die neue Auflage des Nachschlagewerks, dem Konrad Alexander Friedrich Duden 1880 seinen Nachnamen gab, ist da: Es ist der dickste, umfangreichste Duden, den es je gab. Aber es kamen nicht nur viele Wörter hinzu, es wurde auch ordentlich gestrichen.

Oldschool ist der Duden schon seit 2017. Damals nahm die Mannheimer Redaktion des umfassenden Standardwerks zur deutschen Rechtschreibung dieses englische Wort für »klassisch, nostalgisch, veraltet« auf. Hinzugekommen in der heute nun erschienenen 28. Auflage des Duden ist der Begriff »vintage«: »vintage«heißt nichts anderes als »älter, aber wieder in Mode«.

Der Duden, das Vintage-Möbel des deutschen Bildungsbürgerhaushalts

Der Duden darf als ein Vintage-Möbel des deutschen Bildungsbürgerhaushalts gelten, er gehört auch heute noch zum Inventar – selbst wenn er einer fernen Zeit entstammt, in welcher »Kabelnachricht« noch ein gängiger Begriff war, man auf Reisen noch einen »Zehrpfennig« mit sich führte und »Tressenröcke« trug. Letztere drei Begriffe – »Tressenrock«, »Zehrpfennig« und »Kabelnachricht« – standen noch in der 27. Auflage 2017, nun aber sind sie als das erkannt worden, was sie schon seit langem sind: demodée, obsolet, überholt. Also hat man sie aus der 2020er Auflage gestrichen.

Zu den insgesamt 300 gestrichenen Wörtern zählen auch solche Kuriosa wie »Schlafgänger«, »Kammerjungfer« oder »beweiben«, deren Verlust niemand beweinen wird. So zeitverzögert der Duden in diesen Fällen reagiert hat, so schnell nimmt er heuer noch ganz junge Wortprägungen der Corona-Zeit auf: Reproduktionszahl, Herdenimmunität und Shutdown. Über manches mag man streiten: Spricht man tatsächlich von der »Ansteckungskette«, die nun neu in den Duden aufgenommen worden ist? Ist in Zeiten von »Covid-19« nicht die »Infektionskette« gebräuchlicher, die ebenfalls neu im Duden steht ? Und ist die richtige Schreibweise des Kompositums »Ansteckungskette« wirklich fraglich, so dass man sie im Duden nachschlagen muss?

Home-Office & Co. – viele neue Anglizismen im Duden

Fragen zur korrekten Schreibweise dürften sich am ehesten bei Begriffen ergeben, die aus dem angloamerikanischen Sprachraum in den deutschen eingewandert sind: bei »Influencer«, »Hatespeech«, »Tiny House«, »Brexiteer«, »Craftbeer«, »Lifehack« oder der »Powerbank«, einem anderen Wort für »mobile Ladestation« (auch die »Ladesäule« kommt zu ihrem Recht). Dazu kommen in der Alltagssprache immer stärker verbreitete Verben wie »liken«, »doodeln« oder »leaken« und natürlich das »Home-Office«.

An diesem Duden-Neuzugang lässt sich die Permissivität des Wörterbuchs aufzeigen: In strenger Lesart bedeutet »Home-Office« in seinem Ursprungsland Großbritannien nicht »Arbeiten von zu Hause«, sondern »Innenministerium«. Durch die eindeutige Verwendung hierzulande in der Bedeutung von »Büroarbeit daheim verrichten« hat sich der Begriff aber hierzulande eingebürgert und steht also nur in dieser Bedeutung auch im neuen Duden – neben Wörtern wie »Klimanotstand« oder »Fridays for future«, dem Oberbegriff der internationalen Klimaschutzbewegung.

Geschlechtersensibel

Dass unter den Neuzugängen sich das Adjektiv »genderfluid« (»eine sich zwischen den Geschlechtern bewegende Geschlechtsidentität bezeichnend«) befindet, mag anzeigen, dass der Duden auch hier mit der Zeit geht. Zum ersten Mal finden Nutzer im Duden Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Ein Thema, für das es bisher keine Norm gibt und über das der »Rat für deutsche Rechtschreibung« streitet.

Die Duden-Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum ist auf die Reaktionen zu den neuen drei Seiten gespannt – wohl wissend, dass sie für Diskussionen sorgen können. »Wir legen Wert darauf zu sagen, dass das keine Regel ist, die wir verordnen«, betonte sie gegenüber der dpa. Das dürfe die Redaktion nicht und wolle sie auch nicht, aber sie erhalte eben sehr viele Anfragen zu dem Thema. Die Redaktion habe sich bemüht, die Probleme und die derzeit vorhandenen Lösungsvarianten zu beschreiben. Im Duden steht nun zum Beispiel über den umstrittenen Genderstern: Es sei zu beobachten, dass sich diese Variante in der Schreibpraxis »immer mehr durchsetzt«. Zu finden sei sie besonders in Kontexten, in denen Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder männlich verstanden werde und die Möglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden solle. Als Beispiel wird »Schüler*innen« genannt.

Zwinkersmiley steht nun im Duden

148.000 Stichwörter umfasst der neue Duden. 3.000 davon sind Neuaufnahmen. Die gute alte »Wählscheibe« hat überlebt, der »Fernsprechanschluss« musste weichen – das sind die Paradoxien, die das Blättern im Duden aber auch immer wieder überraschend machen. Hinzugekommen sind das »Geisterspiel«, das »Katzenvideo« und für die Hipsterfraktion: »Bartöl« sowie »Männerdutt«. Der schönste Neuzugang aber dürfte auf das Konto eines Satirikers und Abgeordneten des Europäischen Parlaments gehen: Martin Sonnenborn (»Die Partei«) hat diesem Wort auf seinem Twitter-Account eine ungeheure Prominenz beschert: »Zwinkersmiley«. Ein Wort für ein Emoji – jetzt im Duden, der sich damit als mehr als liebenswertes Relikt erweist.

Quelle: BR24, 12. August 2020, 10:07 Uhr

Soziales wie Seife verkaufen

Wir können im Kleinen ein Verhalten anregen, das dann im Großen die Solidarität fördert.

Gefunden habe ich diesen Artikel im Bildungsmagazin der IG Metall. 
Sicherlich ist die Überschrift provokant, denn heute ist Seife nicht mehr nur Seife, sondern ein Produkt, dass sich in dem Umfeld von Tierversuchen, dem Umweltschutz, Fair Trade und sozialen Aspekten erklären muss. Ich fand den Artikel lesenswert und deshalb erscheint er auch in unserem Blog. Los geht’s:

Das seit 60 Jahren maßgebliche Konzept und unser Prinzip in der Kommunikation und im Handeln ist Social Campaigning. Aber wie können wir als Gewerkschaft unser Social Campaigning verbessern?
Und warum tut es gut, nicht jeden Marketing-Trend mitzumachen, sondern sich lieber neu auf das zu besinnen, was wir am besten können? Nämlich nachzudenken und zu aktivieren?

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»Menschen kaufen Überzeugungen«

Ich bin Abonnent der Zeitschrift werben&verkaufen. Nichts, was sich der Öffentlichkeitsarbeiter im Betriebsrat ins Haus holt. Das verstehe ich auch. Manchmal lese ich Artikel, die ich extrem spannend finde. Ich übersetze das, was er in diesem Interview sagt, auf die Verbände und Vereine, für die ich arbeite. Nicht alles paßt, es gibt trotzdem sehr viele Anregungen. Finde ich. Erschienen in der w&v 06/2020.

Viele Marken agieren in sozialen Netzwerken extrem kurzsichtig. Philipp Maderthaner verrät, wie man Menschen für Marken mobilisieren kann.

Herr Maderthaner, Sie gelten als der Kanzlermacher in Österreich. Wie schafft man es, einem Kandidaten zum Sieg zu verhelfen?
Ich fühle mich mit der Bezeichnung Kanzlermacher nicht wohl. Jeder, der schon mal eine Wahlkampagne von innen erlebt hat, weiß, dass dies Werke sind, bei denen Tausende von Rädchen ineinandergreifen. Ich war eines dieser Rädchen. Das, was zählt, sind die drei C: Candidate, Cause und Campaign. Der Kandidat, das Anliegen und die Kampagne. Erst wenn alle drei Komponenten stimmen, entsteht das Potenzial zum Erfolg. Bei einem Ausnahmepolitiker wie Sebastian Kurz ist es nicht die Kampagne, die die Wahl gewinnt.

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„Wir lernen diese Krankheit jeden Tag neu kennen“

Corona –von einer abstrakten medialen Gefahr zur konkreten Erfahrung mit dem Virus

An einem Donnerstag Mitte April spürte ich auf der Arbeit einen grippalen Infekt heranziehen und beschloss am Nachmittag, mich krankheitsbedingt nach Hause zu begeben. Von den Kolleg*innen verabschiedete ich mich mit ein paar Witzen zu einer möglichen Corona-Erkrankung und ging in der Gewissheit, am darauffolgenden Tag, oder spätestens nach dem Wochenende wieder zur Arbeit zu erscheinen. Den grippalen Infekt schob ich auf zwei Arbeitswege mit dem Fahrrad, bei denen es gegen Abend empfindlich kalt geworden war.

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