Autor: Martin Rzeppa (Seite 1 von 3)

Alles ist gekürzt um Längen besser.

Über 20 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum können nicht gut lesen. Dazu gehören Menschen, die aus anderen Sprachen nach Deutschland gekommen sind, Menschen mit geistiger Behinderung, Menschen mit Rechtschreib- und Leseschwäche.
Um dieser großen Gruppe einen Zugang zu Literatur zu ermöglichen, hat Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt, ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht. Er bat 13 deutsche Autorinnen und Autoren, Geschichten in »Einfacher Sprache« zu schreiben. Das Buch heißt »LiES! Das Buch.«
Besser verstehen und  besser verstanden werden, darum geht es bei der »Einfachen Sprache«. Für Vereine und Verbände, Betriebsräte und Gewerkschaften ist da auch noch viel Luft nach oben. Was können wir von Dichtern lernen, wenn sie in »Einfacher Sprache« schreiben? 
»Der Anspruch eines Textes besteht nicht nur in dem, was er vor sich herträgt, sondern auch darin, was er bewirkt.« So der Herausgeber über die Poesie der Verknappung im Interview mit Anne Haeming  (Spiegel Kultur 18. März 2020).

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Über die Zukunft des Lesens

Digital oder Print oder was? Die AWA Studie 2019 bringt Licht ins Dunkel.

Das liest doch keiner…
Gerade noch rechtzeitig. Am Samstag – bevor alle Buchhandlungen und Bibliotheken  schließen mussten – habe ich mich noch eingedeckt: Ein Buch über das Meer, dazu einen spannenden Abenteuer-Roman von einer Weltumsegelung. Einen eiskalten Thriller über die Arktis. Einen Spiegel-Bestseller über Amerika. Für die Fortbildung: Sprache und Sein. Und die Känguru-Chroniken. Am ersten Tag der »Kontaktbeschränkung« waren schon zwei verschlungen – jetzt heißt es haushalten. Das Home-Office strengt an. Nur Print lesen in Zeiten von Corona? 

Wie sieht die Zukunft des Lesens aus? Damit beschäftigt sich die AWA 2019, die Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse des Instituts für Demoskopie Allensbach. Dr. Johannes Schneller geht der Frage nach, wie sich das Leseverhalten und die Mediennutzung in Zukunft verändern werden. 

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Ständige Überstunden sind ineffizient und un-hyggelig

Wer regelmäßig mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, ist in seinen Überstunden nicht mehr effizient, produktiv und leistungsfähig, das ist inzwischen erwiesen. In Dänemark wird dies beherzigt, schreibt das Magazin managerSeminare in seiner Ausgabe November 2019. Hier wird in der Regel nicht länger als von 8.00 bis 16.00 Uhr gearbeitet, mit einer halben Stunde Pause. Kolleginnen und Kollegen, die regelmäßig länger als 16.00 Uhr arbeiten, werden in Dänemark nicht als besondere Leistungsträger bewundert, sondern gelten als unorganisiert. Was wir in punkto »Job Health« von Dänemark lernen können.

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„Gefühle kann man vortäuschen – Emotionen nicht“

Übermannt von Emotionen. MRT-Aufnahme.

»Gefühle sind lediglich das, was wir wahrnehmen, also das Offensichtliche: Trauer, Freude, Wut, Eifersucht. Emotionen  dagegen sind größtenteils unbewusst und fungieren als Triebfeder oder Motor für all unsere Handlungen und Empfindungen. Gefühle kann man übrigens vorspielen, Emotionen entstehen schon vor der Bewusstmachung und können nicht simuliert werden.« Emotionsforscherin Carmen Schenkel misst Emotionen und ihre körperlichen Phänomene bei der Wirkung von Werbung und Markenkommunikation. Emotionen sind valide messbar, weil sie zwingend mit körperlichen Phänomenen einhergehen. Das interessiert auch Betriebsräte, Gewerkschafter und Verbände.

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Wenn ein Team auseinander fällt…

»Unsere Gruppe ist wie eine große Schafherde. Da gibt es Schafe, die haben noch nie geblökt. Andere, die nur nachplappern. Und welche, die mitdiskutieren. Es gibt aber auch schwarze Schafe. Das ist unser Bereich, wir sind die ‘Schlechten’.  Schafe, die sich kritisch äussern, werden immer weniger. Der Schäfer ist der König. Nur bestimmte Schafe bekommen Wertschätzung ( Lob, Liebe, Anerkennung). Andere nicht. Wie soll man sich da wohlfühlen?
Wir sind alle Schafe geworden, zu zahm. Scharfe Hunde treiben die Schafe in eine Richtung – so ist unsere Diskussionskultur.«
Mit Assoziationen und Metaphern das eigene Team, die eigene Großgruppe, zu beschreiben, geht tief und deckt unbearbeitete Konflikte auf. In unseren Teamentwicklungen nutzen wir die kreative Teamanalyse, um…

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In neun Stufen bis zum Abgrund

Wer wird denn schon gleich an einen Konflikt denken? Erst verhärten sich doch nur Standpunkte.
Ok – die direkte Kommunikation leidet, es geht schon über Dritte. Spätestens dann, wenn dabei das Einfühlungsvermögen zum Gegenüber verloren geht, spüren alle im Team: wir sind mittendrin. Im Konflikt. Wenn jetzt nichts passiert, dann kann es ganz schnell gehen. Es sind nur noch sechs Stufen bis zum Abgrund.
Bei unseren Teamentwicklungen für Betriebsräte stoßen wir oft auf schwelende und nicht bearbeitete Konflikte . Die »9 Stufen der Konflikteskalation« nach Friedrich Glasl helfen bei der Analyse und der Bearbeitung von Konflikten in Großgruppen.

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»Ich habe einen Monat nicht gejammert…«

»Ja, aber…« Probleme. Jammern. In unseren Seminaren und Workshops trainieren wir mit den Teilnehmern, darauf zu verzichten. Jammern wird verbannt für die Dauer des Workshops. 
Und ich dachte schon, wir sind damit allein auf weiter Flur. Bis ich diesen Artikel von Katharina Mau in Bento entdeckt hatte (8. Dezember 2019) Bento ist das junge Magazin vom Spiegel. Die Journalistin schreibt über ihre eigenen Erfahrungen mit Jammerfasten. Sie recherchiert, wo Jammern herkommt und warum Jammern unseren Blick auf die Welt und unsere Möglichkeiten trübt. 

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Sind Selfies Kunst?

»Menschen, von denen bis vor Kurzem noch niemand gehört hat, haben plötzlich mehrere Tausend Follower – weil sie ihr Leben für andere öffnen. Ich halte das gar nicht für etwas Schlechtes. Das sind neu entstandene Räume des Austauschs, die von jungen Menschen teils clever genutzt und geformt werden.« Meint der Kunstwissenschaftler Florian Flömer im Interview des Weser-Kuriers. Darum geht es: Seit wann gibt es Selfies? Selbstdarstellung oder Kommunikation? Sind Selfies Kunst? Ist ein Ende der Selfie-Ära in Sicht?

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Diese Wörter machen Dich glücklich

Jede Kultur kennt Wörter für positive Gefühle, die es so nur in ihrer Sprache gibt. Der Psychologe Tim Lomas hat ein internationales Glücks-Glossar erstellt – damit jeder glücklicher werden kann.
Er sammelt Begriffe für Gefühle, für die es in anderen Sprachen keine Übersetzung gibt. An seinem »Happy word Project« arbeiten Menschen weltweit mit. Jetzt ist sein neues Buch erschienen. Reinhard Keck hat ihn in London getroffen.

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»Wir müssen direkt ballern«

Seit 2017 moderiert Eva Schulz das Format »Deutschland 3000«. Ihre  Video- und Podcast-Formate werden in den sozialen Netzwerken ausgespielt, auf Facebook, Instagram und YouTube. Produziert wird es von Funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das sich an Zuschauer zwischen 14 und 29 Jahren richtet. Schulz steht für »Deutschland 3000« selbst vor der Kamera, sie leitet die Redaktion, schreibt die Texte, entscheidet über die Themen. Im Weserkurier vom 3. August stellt Katharina Frohne die Journalistin Eva Schulz vor.

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